Am Samstag, den 17.01.2026, fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Forst im Feuerwehrhaus statt.

Kommandant Mario Heinzmann begrüßte die anwesenden Vertreter der Gemeindeverwaltung, darunter den neu gewählten Bürgermeister Hajo Böser, den stv. Bürgermeister Christian Holzer, Ulrike Wiedemann, Hermann Eiseler, Claudia Greulich, Kreisbrandmeister Jürgen Bordt und Unterkreisführer Benedikt Klein, sowie die Ehrenkommandanten und Inge Wölbling. Nach der Bekanntgabe der Tagesordnung gedachte die Versammlung in einer Totenehrung dem verstorbenen Kameraden Werner Luft.

In seinem Bericht ging Kommandant Heinzmann auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres ein. Die Position des zweiten stellvertretenden Kommandanten wurde von Philipp Ratzel besetzt, wodurch Aufgaben breiter verteilt und die Verantwortung innerhalb der Führung auf mehrere Schultern verteilt werden konnte. Im Berichtsjahr war die Feuerwehr erneut bei der Forster Kirmes sowie beim Tag des Helfers präsent. Der nächste Tag des Helfers ist für den 25.04.2026 geplant. Als besondere Anschaffung wurden Tablets für die Einsatzfahrzeuge genannt, die durch den Feuerwehr-Förderverein realisiert werden konnten.

Im Bereich Ausbildung wurden im Jahr 2025 insgesamt 31 Übungen durchgeführt. Besonders hervorgehoben wurden eine gemeinsame Waldbrandübung sowie die zunehmende Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit. Zudem konnte ein Lehrgang zur Absturzsicherung auf Ortsebene angeboten werden. 

Die Freiwillige Feuerwehr Forst wurde im Berichtsjahr zu insgesamt 85 Einsätzen alarmiert. Hervorgehoben wurde, dass diese Anzahl als vergleichsweise hoch einzustufen ist, obwohl es keine unwetterbedingten Einsätze gab. Besonders erwähnt wurde eine Überlandhilfe am 7. Juni nach Hambrücken, bei der es einen Brand in einer Schlosserei zu löschen galt.

Zum 31.12.2025 setzte sich die Wehr aus insgesamt 82 Angehörigen zusammen, darunter 44 Aktive, 20 Mitglieder der Altersmannschaft sowie 18 Jugendliche der Jugendfeuerwehr. Das Durchschnittsalter der Wehr beträgt 35 Jahre. Die Altersstruktur gliedert sich wie folgt: 12 Mitglieder im Alter von 17–25 Jahren, 13 im Alter von 26–35 Jahren, 11 im Alter von 36–45 Jahren, 3 im Alter von 46–55 Jahren sowie 5 im Alter von 56–65 Jahren.

Im Rahmen der Strategie „WIR 2030“ liegt der Fokus weiterhin sowohl auf der technischen Ausrüstung als auch auf der menschlichen Komponente. Personal, Ausbildung und Jugend stehen dabei im Mittelpunkt. Die definierte Anzahl an Zug- und Gruppenführern konnte erreicht werden, zudem hat sich die Zahl der Atemschutzgeräteträger im Vergleich zu vor zwei Jahren verdoppelt. Sorge bereitet weiterhin der rückläufige Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr. Als zweiter stellvertretender Jugendwart unterstützt künftig Mario Schlindwein die Jugendarbeit.

Für das laufende Jahr ist ein Familienausflug geplant, voraussichtlich am 13.09.2026 in die Pfalz. Zudem soll am Aschermittwoch ein Heringsessen stattfinden sowie ein Fahrradausflug am 05.07.2026. Eine gemeinsame Übung am Forster Bahntunnel mit der Deutschen Bahn befindet sich ebenfalls in Planung.

Jugendleiter Mario Schlindwein überbrachte Grüße von Justin Trent und Luis Giek. Im Jahr 2025 zählte die Jugendfeuerwehr 18 Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren. Insgesamt wurden 34 Übungsstunden mit praxisnahen und abwechslungsreichen Inhalten abgehalten. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Berufsfeuerwehr Heidelberg am 05.04. Zudem nahmen die Jugendlichen am Kreiszeltlager in Ettlingen vom 18. bis 22.06. teil. Auch im kommenden Jahr, im Juni 2026, ist erneut der Tag der Berufsfeuerwehr geplant. Der Jugendwart dankte dem Feuerwehr-Förderverein für die tatkräftige Unterstützung.

Altersobmann Walter Wiedemann berichtete von den regelmäßig stattfindenden monatlichen Treffen der Altersmannschaft. Kassier Sebastian Langnau informierte über einen soliden Kassenbestand. Das Jahr konnte mit einem Überschuss abgeschlossen werden, wobei die Jugendabteilung ein leichtes Defizit verzeichnete. In der anschließenden Aussprache zu den Berichten wurde die Jahresrechnung festgestellt und der Kommandant entlastet.

In seinen Grußworten hob Jürgen Bordt den guten Ausbildungsstand sowie die stabile Personalzahl hervor. Zudem betonte er die zunehmende Bedeutung des Katastrophen- und Zivilschutzes sowie die Gefahren durch hybride Angriffe, beispielsweise auf die Strominfrastruktur. Er dankte der Feuerwehr für die geleistete Arbeit.

Der stellvertretende Bürgermeister Christian Holzer dankte in seinem Grußwort dem gesamten Team für das große Engagement und würdigte die Arbeit der aktiven Wehr, der Jugendfeuerwehr und des Fördervereins. Der neu gewählte Bürgermeister Hajo Böser richtete ebenfalls Grußworte an die Feuerwehr und sicherte der Wehr auch künftig seine volle Unterstützung zu.

Im weiteren Verlauf wurden folgende neue Feuerwehrangehörige verpflichtet: Benedikt Klein, Patricia Kummer, Steffen Ackermann, Christoph Gäng und Elias Hudjik.

Geehrt wurden:

- Für 5 Jahre Dienstzeit: Selina Schiemann

- Für 10 Jahre Dienstzeit: Loris Neumann und Sebastian Langnau

Auf Landesebene erhielten folgende Kameraden Auszeichnungen:

- Thilo Eiseler erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze für 15-jährige Dienstzeit

- Nino Lackus und André Friedrich erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Dienstzeit

- Guido Böser wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Dienstzeit ausgezeichnet.

Zudem wurde die Ehrung von Loris Neumann für drei Jahre Tätigkeit als Jugendwart aus dem Vorjahr nachgeholt.

Befördert wurden:

- Mario Schlindwein zum Feuerwehrmann

- Julian Helbig zum Oberfeuerwehrmann

- Georg Reichert zum Löschmeister

Schlusswort

Gegen 20:27 Uhr schloss Kommandant Mario Heinzmann die Versammlung traditionell mit den Worten: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!“

 

Manuel Huber, Schriftführer

Fabian Geier, Pressesprecher

Fotos: Jakob Fieber

 

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